Auch wenn die Zeiten für die Windenergie schwer sind, schaut die deanGruppe dennoch positiv in das neue Jahr.
Politisch bedingten Stillstand gab es in der über 20-jährigen Unternehmensgeschichte immer wieder, aber: „Mit Durchhaltevermögen, Weitblick und Entschlossenheit haben wir diese schwierigen Zeiten in der Vergangenheit meistern können“, so Geschäftsführer Dr. Alexander Jäger-Bloh. „Wir wissen, dass es eine Zukunft ohne Windenergie nicht geben wird. Daher lassen wir uns von der Politik nicht aufhalten und nehmen die Dinge selbst in die Hand. Dabei sind wir auf einem guten Weg.“
Perspektiven ab 2021
Um für das Auslaufen der EEG-Förderung ab 2021 gewappnet zu sein, laufen an den Standorten, wo das möglich ist, bereits alle Vorbereitungen zum Weiterbetrieb oder zum Repowering älterer Anlagen. „Dabei sind beim Repowering“, so Alexander Jäger-Bloh, „Artenschutz und Zivilluftfahrt die großen Herausforderungen - in diesem wie schon im letzten Jahr. Wo heute noch Windenergieanlagen ihren Dienst verrichten, sollen morgen keine neuen, modernen und effizienten Anlagen mehr stehen dürfen, Anlagen, die in der Lage wären, zu Marktbedingungen Strom zu erzeugen, in Mengen, von denen alle geträumt haben und die einen großen Schritt in Richtung Energiewende bedeuten würden. Durch die Vorgabe pauschaler Abstände wird hier Fortschritt verhindert, und Anlagen, die am Ort akzeptiert sind, sollen und können nicht ersetzt werden.“
Blockade neuer Projekte
Ein weiteres Hindernis ist die Blockade neuer Projekte im Bereich des Drehfunkfeuers CVOR Nienburg. Dieses Thema beschäftigt nun schon seit langer Zeit die in dem betroffenen Gebiet engagierten Windenergieunternehmen und lässt sie ebenso wie Grundstückseigentümer, Gemeinden, Städte und Landkreise staunend und ungläubig zurück.
„Hier wird durch veraltete Technik, bornierte Bundesbehörden und auch politische Blockade ein Riesenpotenzial verhindert, obwohl Lösungen existieren. Guter Wille ist hier nicht gefordert, sondern die Erfüllung der Staatspflichten, um beides zu ermöglichen - Luftverkehrssicherheit und den Ausbau der Windenergie. Beides ist möglich und ginge zugleich mit einer Modernisierung der Flugsicherungsinfrastruktur einher. Zudem würde es den Bund keinen Euro kosten“, sagt Alexander Jäger-Bloh.
Ein ernstes Problem, das nach wie vor besteht, auch wenn kürzlich in Fachmedien die Hoffnung geäußert wurde, dass durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse eine Lösung in Sicht sei.
„Das nährt eine falsche Erwartung, denn nach wie vor beharrt die DFS auf ihrer Geschäftsstrategie, argumentiert teils wie eh und je und ist nicht bereit dem Thema Windenergie überhaupt einen Stellenwert einzuräumen. So kann das nicht weitergehen. Tatsächlich blockiert die DFS auch Genehmigungen für das Repowering, um Flugsicherungsanlagen, die ihren Zweck gar nicht erfüllen, zu schützen. Unglaublich, dass das in Deutschland möglich ist“, wundert sich der Unternehmer.
Mit mehreren abgelehnten Projekten liegt die deanGruppe in dieser Sache seit Jahren vor Gericht, davon ein Projekt, bei dem 11,7 MW installierte Leistung durch 42 MW Leistung modernster Anlagen ersetzt werden sollen und das vor Ort gut akzeptiert ist. Ein Ende ist nicht absehbar. „Wir hoffen jedoch sehr, dass die Problematik der Verhinderung von Windenergieanlagen durch die DFS durch politische Entscheidung gelöst wird. Das wäre möglich, wenn dazu ein Wille bestünde“, hofft Alexander Jäger-Bloh.
Grünes Licht
Im Jahr 2020 wird die deanGruppe erstmals eine Anlage errichten und in Betrieb nehmen, die alle Kriterien einer modernen Windenergieanlage erfüllt. Sie ist mit 158 Metern Rotordurchmesser und 240 Metern Gesamthöhe in der Lage brutto ca. 20 Mio. kWh zu erzeugen.
„Für die deanGruppe ist das ein Meilenstein. Dafür mussten wir früher, als wir nur 100 Meter hoch bauen durften, noch weit mehr als 10 Anlagen aufstellen, um diesen Ertrag zu erwirtschaften.“ schwärmt Jäger-Bloh.
Das Projekt wurde in weniger als einem Jahr in einem öffentlichen Verfahren genehmigt. Der Zuschlag in der EEG-Auktion erfolgte als Bürgerwindenergieanlage nach EEG. Baubeginn ist in diesem Frühjahr, die Inbetriebnahme wird voraussichtlich im September 2020 erfolgen.
Grünes Licht gibt es auch für ein Repowering-Projekt in Norddeutschland. Dort werden 11 Alt-Anlagen mit einer Leistung von je 1,3 MW nach 20 Jahren durch 5 Neuanlagen mit jeweils 5,6 MW Nennleistung und 241 Metern Gesamthöhe ersetzt. Die Änderung des B-Plans und das Genehmigungsverfahren wurden ebenfalls in erfreulich kurzer Zeit durchlaufen. Auch dieses Projekt erfreut sich hoher Akzeptanz vor Ort.
Akzeptanz und Vertrauen
Bürgerbeteiligung und Akzeptanz werden bei allen Projekten der deanGruppe großgeschrieben. Der familiengeführte Unternehmensverbund ist in der ländlich geprägten Region Hannover zuhause und seit über zwanzig Jahren in der Erneuerbaren Energien-Branche aktiv. Daher ist es Teil der Unternehmensphilosophie, mit „Energie aus der Heimat“ zum Klimaschutz und zur Energiewende beizutragen. „Das Einbeziehen der Menschen, die im Umkreis unserer Windenergieanlagen und Windparks leben, ist uns ein großes Anliegen. Eine gute Kommunikation und Transparenz in allen Phasen der Projekte und eine gute Kooperation mit den Anliegern und Behörden ist uns wichtig und die Basis des guten Miteinanders, auf das wir bauen können.“
Neue Perspektiven
Der Klimawandel erfordert alle Aufmerksamkeit und Anstrengung, allen Technologien, die zu einer gelungenen Energiewende beitragen können, zum Durchbruch zu verhelfen. In diesem Sinne wird die deanGruppe auch im neuen Jahr 2020 weiterarbeiten. Dabei wird sie sich nicht auf Windenergie allein konzentrieren, sondern regelmäßig prüfen, ob neue Projekte auch mit anderen Erneuerbaren Energien oder Anlagen zur Transformation elektrischer Energie zu kombinieren sind. Im Augenblick ist die Politik, so der Eindruck der Geschäftsführung, offensichtlich unberechenbar geworden. Umso mehr kommt es darauf an, gegebenenfalls auch unabhängig vom EEG neue Projekte zu realisieren und flexibel agieren zu können.

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