Kurz vor Jahresende wurde Jubiläum gefeiert.
20 Jahre deanGruppe – der passende Anlass, um beim Weihnachtsessen mit der gesamten Belegschaft daran zu erinnern, wie einmal alles begann. Schon 1991 hatten Dr. Alexander Jäger-Bloh, seine Frau Gabriele Bloh und ein Geschäftspartner die erste Windenergieanlage im Neustädter Land errichtet und in Betrieb genommen. Ein erfolgreicher Start in die Erneuerbare Energien-Branche, „mit Mut, Visionen und einem Windrad“.


Es folgte der Bau der ersten Windparks, Anlagen, die damals weniger als Viertel mal so hoch waren wie heute üblich. Es gab nicht nur Rohrtürme, sondern auch Gittermasten, deren letzte Exemplare heute darauf warten, repowert zu werden. Im Jahr 1998 dann der Anlass des Jubiläums, die Gründung der deanGruppe. Alexander Jäger-Bloh, der sich mit anderen Unternehmern der ersten Stunde zusammenschloss, um Synergien zu bündeln, brachte dabei seine Projekte mit ein. Die deanGruppe wird heute von spezialisierten selbständigen Unternehmen repräsentiert, von denen vor allem ecoJoule® und dean® zu nennen sind.
Der Hauptsitz ist immer noch dort, wo dieser Familienbetrieb seine Wurzeln hat, in Hagen, einem Ortsteil von Neustadt am Rübenberge in der Region Hannover. Von hier aus werden Wind- und Solarprojekte im In- und Ausland entwickelt und betreut, mit dem Ziel, innovative, zukunftsorientierte und nachhaltige Energieprojekte zu schaffen und zu betreiben. Aber es gibt auch verstreut operative Basen in Düsseldorf, Palma de Mallorca, Paris und Scorrano (Provinz Lecce, Apulien). Im Bereich Windenergie liegt der Fokus auf kleineren und mittleren onshore-Projekten in Deutschland und Frankreich.
Im Rahmen der kleinen Feier bedankte sich Jäger-Bloh gemeinsam mit seiner Frau bei den zwei Mitarbeiterinnen und drei Mitarbeitern, die am Längsten dabei und nach wie vor bei der deanGruppe an Bord sind.
Mit frischem Wind wird es nun auch in das Jahr 2019 gehen. Alexander Jäger-Bloh plant für die kommenden Jahre eine Reihe von Windenergieprojekten, für deren Realisierung schon hart gekämpft wurde und teils auch noch hart gekämpft werden muss. Aktuell wird es für die Windenergie-Branche immer schwerer, sagt er:
„Die Genehmigungsverfahren für Windenergieprojekte werden in Deutschland immer komplexer. Insbesondere die Belange der Transparenz, Akzeptanz und Rechtssicherheit bekommen immer größere Bedeutung. Derzeit herrscht ein Genehmigungsstau, der auch durch immer anspruchsvoller werdende Verfahren begründet ist. Diese müssen auch bei Einzelanlagen zur Erreichung hoher Rechtssicherheit besser als öffentliche Verfahren geführt werden. Das Erstellen von Bebauungsplänen erhöht zudem die Sicherheit am Standort und schützt vor konkurrierenden Projekten. Auch Transparenz und Maßnahmen zur Akzeptanz brauchen ihre Zeit. Letztlich verhindert aber auch diese Sorgfalt im Vorfeld nicht, dass viele Genehmigungen angegriffen werden und dadurch auf die lange Bank geraten. Aber all dies sind Herausforderungen, denen sich die deanGruppe auch im neuen Jahr stellt“, fasst Alexander Jäger-Bloh zusammen.
Konkret gibt es in Deutschland und auch in Neustadt bekanntlich schon seit längerer Zeit Probleme, die dringend eine politische Lösung von ganz oben erfordern. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) und das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) blockieren seit Jahren Projekte im Bereich von Funkfeuern der DFS, in einer neu geschaffenen Schutzzone mit einem Radius von 15 km und mehr. „So werden unsere und die Projekte anderer Unternehmen durch das Drehfunkfeuer VOR Nienburg massiv behindert“, sagt Jäger-Bloh und fährt fort: „Inzwischen sind viele Gutachten gefertigt worden, die die falschen Berechnungen der DSF belegen. Außerdem könnten einige VOR-Anlagen entweder ganz entfallen oder durch andere Technik, die keinen Konflikt mit Windenergieanlagen begründen, ersetzt werden. Dennoch hält die DFS nach eigenen Aussagen aus geschäftspolitischen Gründen an ihrer Ablehnungspraxis fest. Sie greift damit, ohne vernünftigen Grund und ohne, dass ein Bauschutzbereich durch öffentliches Verfahren festgesetzt wurde, in die Regionalplanung, Bauleitplanung und das Eigentumsrecht auf jeweils einer Fläche von über 700 Quadratkilometern ein. Das ist für unseren Rechtsstaat ein schriller Fakt, den es auszuräumen gilt. Es ist Aufgabe der Bundespolitik, hier endlich einzugreifen und Vernunft einkehren zu lassen.“
In einem offenen Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer haben die Region Hannover und die Stadt Neustadt am Rübenberge, vertreten durch Regionspräsident Hauke Jagau und Bürgermeister Uwe Sternbeck , bereits deutlich auf die Problematik hingewiesen und eine Lösung gefordert.
Hier ist im Jahr 2019 also noch einiges zu tun, denn, so Alexander Jäger-Bloh:
„Der Luftverkehr ist einer der größten Emittenten klima- und gesundheitsschädlicher Stoffe. Durch Konflikte wie der geschilderte wird das Errichten klimaschützender Windenergieanlagen zusätzlich verhindert. Das zeigt einmal mehr, dass es noch viel zu tun gibt, um das Handeln von Behörden auf umwelt- und klimaschützende Entscheidungen auszurichten. Der Verkehr soll mehr und mehr auf Elektromobilität umgestellt werden. Die Verkehrswende soll doch wohl mit Strom oder Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien stattfinden und nicht mit Braunkohlestrom, andernfalls wäre der Auspuff nur woanders. Damit all das in naher Zukunft Realität werden kann, ist dringend durch die Politik zu handeln.“

Kontakt Pressebüro

Roßbach-PR

Beate Roßbach
Ramlinger Straße 54
31303 Burgdorf Tel: 05085-9812040
Mobil: 0178 - 89 67 140
Mail: beate.rossbach@rossbach-pr.de

Websites der deanGruppe