Seit etwas mehr als einem Jahr drehen sich die Flügel der sieben Windenergieanlagen in Langwedel und nutzen die Kraft des Windes, um rechnerisch mehr als 16.200 Haushalte mit grünem Windstrom zu versorgen. Nun luden die beiden Projektierer des Windparks, wpd und deanGruppe, alle Anwohner und Interessierten zu einem Windparkfest ein, um die erfolgreiche Umsetzung und den Betrieb des Parks mit ihnen zu feiern. Auch die Betreiber der Bürger-Windenergieanlage (Rammelswind GmbH & Co. KG) beteiligten sich an der Umsetzung des Festes. Am Mittwoch, 3. Oktober war deshalb der Platz rund um den Windpark zum Festplatz umfunktioniert worden.

Trotz des herbstlichen Wetters fanden rund 400 Besucher den Weg zum Windparkfest und zeigten großes Interesse für das Projekt und die Chancen und Möglichkeiten der Windenergie. Auf einer Bühne gab es eine Vorführung des TSV Etelsen, die Bluesband GRUUF sorgte für Stimmung, es gab Getränke und Gegrilltes sowie köstliche Torten der Landfrauen vor Ort und eine Tombola. Die Teams von wpd und deanGruppe standen außerdem für Fragen rund um den Park bereit und boten Anlagenbesichtigungen an. Politische Vertreter, wie Andreas Brandt, Bürgermeister von Langwedel und Carlo Reeker, Geschäftsführer beim Bundesverband WindEnergie, hielten Reden.

„Die Energiewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe, bei der jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann“, so Carlo Reeker vom Bundesvorstand BWE. „75 Prozent aller Deutschen empfinden das so. Das zeigt eine Umfrage eines Potsdamer Instituts aus dem vergangenen Jahr. Wenn wir den Klimaschutz als unsere Aufgabe verstehen und wenn wir alle wieder eine Begeisterung für sauber produzierten Strom entwickeln, dann sehe ich die Zukunft positiv. Wir können die Energiewende gestalten. Dabei leistet die Windenergie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: 72 Millionen Tonnen CO2 spart die deutsche Windenergie pro Jahr ein. Das ist mehr als das Land Portugal ausstößt. Und es schafft uns Unabhängigkeit und Wertschöpfung. Es ist wichtig, die Technologie Windenergie hautnah kennen zu lernen und mit eigenen Augen zu sehen. Dafür sind Anlässe wie diese eine wunderbare Gelegenheit.“

Das fand auch der Bürgermeister von Langwedel, Andreas Brandt, der sich freut, dass der Flecken Langwedel mit dem Windpark den genannten Beitrag leisten kann: „Dem immer deutlicher zu spürenden Klimawandel kann nur durch eine konsequente Umsetzung der Energiewende entgegengewirkt werden. Mit dem Bau von leistungsstarken Windenergieanlagen und durch die ständige Weiterentwicklung dieser Technologie wird ein wesentlicher Beitrag für eine zukunftsfähige Energieversorgung geleistet.“

Zum Projekt:
Der Windpark besteht aus sieben Anlagen des Herstellers ENERCON, die jährlich insgesamt 57.000 Megawattstunden Strom erzeugen. Zwei davon projektierte wpd, fünf Anlagen wurden durch die Firma ecoJoule construct GmbH, dem Projektentwickler und Bauträger der deanGruppe, realisiert.
ecoJoule ist in den letzten Jahren mit mehreren Planungen und Realisierungen von Windenergieprojekten im Landkreis Verden erfolgreich gewesen. In seiner Begrüßungsansprache erinnerte Dr. Alexander Jäger-Bloh jedoch daran, dass sich das Projekt Langwedel über einen sehr langen Zeitraum hingezogen hatte: „Es erforderte viel Energie und Durchhaltevermögen, um es letztlich erfolgreich umzusetzen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir den Windpark heute mit vielen an der Umsetzung Beteiligten und auch Anwohnern einweihen können“, sagte er. Für die deanGruppe ist es wichtig, dass die Energiewende von der Bevölkerung mitgetragen und mitgestaltet wird. ecoJoule hat daher der Bremer Energiegenossenschaft ermöglicht, eine Windenergieanlage zu erwerben, so dass sich auch Bürgerinnen und Bürger aus der Region mit kleinen Beträgen an dem Projekt beteiligen können. Außerdem sind Grundstückseigentümer beteiligt.

wpd übernahm die Planungen für die beiden Enercon E115-Anlagen mit je drei Megawatt Nennleistung 2011 in einem frühen Planungsstatus. Bei den folgenden Planungen und der Realisierung war es auch wpd wichtig, die Bürger vor Ort mit in das Projekt einzubinden. Deshalb wurde eine der Anlagen an eine Gemeinschaft der Grundstückseigentümer veräußert, die sich auf diesem Weg für die Energiewende engagieren. Darüber hinaus rief wpd 2017 einen Windsparbrief ins Leben, mit dem Interessierte die Möglichkeit hatten, sich finanziell am Park zu beteiligen. Außerdem wurde eine Lösung mit einem lokalen Modellfliegerverein gefunden. Die gewählten Standorte der Windenergieanlagen ermöglichen den Fliegern ihren Sport auch weiterhin auszuüben.
Ein Teil der Pachteinnahmen aus dem Park kommt der Bevölkerung zu Gute, denn die Grundstückseigentümer des Windparks spenden jährlich einen fixen Betrag. Der Verein „Giersberger Windenergie e.V.“, welcher von Bewohnern der umliegenden Gemeinden gegründet wurde, unterstützt mit diesen Spenden regionale Vereine und soziale Projekte in der Umgebung.

Über die wpd Gruppe
wpd ist ein weltweit agierender Entwickler und Betreiber von On- und Offshore-Windparks und insgesamt in 18 Ländern aktiv, der Hauptsitz befindet sich in Bremen. Seit mehr als 20 Jahren hat das Unternehmen Projekte mit 2.180 Windenergieanlagen und einer Leistung von insgesamt 4.400 MW realisiert. International plant wpd Vorhaben in Größenordnungen von 8.050 MW onshore und 5.300 MW offshore. www.wpd.de

 

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